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Was spart das Erhöhen von Versicherungs-Selbstbehalten?

Kurzantwort 2026

Wer bei Sachversicherungen (Hausrat, Kasko, Haftpflicht) einen höheren Selbstbehalt wählt, senkt die Prämie und spart typischerweise CHF 100–400 pro Jahr. Das Prinzip: kleine Schäden selbst tragen, nur grosse versichern. Voraussetzung: ein Notgroschen, um den Selbstbehalt im Schadenfall zu decken.

Schweiz-spezifisch geprüft📅 Stand 2026🔍 Keine Werbung / keine Provision📖 Quellen: BSV, AHV, ESTV, BAG, BFS

💰 Ersparnis: CHF 100–400/Jahr

Aufwand: gering (Anpassung)
Kleinschäden selbst tragen
Prinzip
höherer Selbstbehalt = tiefere Prämie
Prämieneffekt
Notgroschen vorhanden
Voraussetzung
Sach-/Kaskoversicherungen
Betrifft

Die Rechnung

PositionCHF
Tiefer Selbstbehalt (hohe Prämie)höher
Höherer Selbstbehalt (tiefe Prämie)tiefer
Prämienersparnis pro JahrCHF 100–400
Risiko: Selbstbehalt im Schadenfalleinmalig, selten

Warum ein höherer Selbstbehalt spart

Der Selbstbehalt ist der Betrag, den man im Schadenfall selbst trägt, bevor die Versicherung zahlt. Wählt man einen höheren Selbstbehalt, sinkt die laufende Prämie — die Versicherung muss weniger Kleinschäden übernehmen und belohnt das mit einem tieferen Preis. Das dahinterstehende Prinzip ist grundlegend richtig: Versicherungen sollten gegen Risiken schützen, die man sich nicht leisten kann, nicht gegen kleine Ärgernisse, die man selbst tragen kann. Wer jeden Kleinschaden versichert, zahlt über die Prämien mehr, als die Kleinschäden im Schnitt kosten — denn die Versicherung muss ja Verwaltung und Gewinn draufschlagen. Einen kleinen Schaden alle paar Jahre selbst zu zahlen ist unter dem Strich günstiger als die dauerhaft höhere Prämie eines tiefen Selbstbehalts.

Der ehrliche Haken

Die Voraussetzung ist ein Notgroschen: Man muss den höheren Selbstbehalt im Schadenfall auch aufbringen können, ohne in Bedrängnis zu geraten. Wer keinen finanziellen Puffer hat, für den kann der tiefere Selbstbehalt trotz höherer Prämie die sicherere Wahl sein. Wichtig ist auch, die Rechnung im Einzelfall zu machen: Wie viel senkt der höhere Selbstbehalt die Prämie tatsächlich, und wie wahrscheinlich und häufig sind Schäden? Bei manchen Versicherungen ist die Prämiendifferenz gering, dann lohnt sich die Erhöhung kaum. Der Selbstbehalt sollte so gewählt sein, dass man ihn im Ernstfall verkraftet, aber hoch genug, um die Prämie spürbar zu senken. Der Grundsatz bleibt: Kleine, tragbare Risiken selbst tragen und nur die grossen, existenzbedrohenden Risiken versichern — das ist fast immer die günstigste Gesamtstrategie.

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Häufige Fragen

Wie viel spart ein höherer Selbstbehalt?

Bei Sachversicherungen typischerweise CHF 100–400 pro Jahr an Prämien, weil die Versicherung weniger Kleinschäden übernehmen muss. Die genaue Ersparnis hängt von der Versicherung ab.

Ist ein höherer Selbstbehalt riskant?

Nur, wenn man den Selbstbehalt im Schadenfall nicht aufbringen kann. Mit einem Notgroschen als Puffer ist es unter dem Strich günstiger, kleine Schäden selbst zu tragen als dauerhaft höhere Prämien zu zahlen.

Bei welchen Versicherungen lohnt sich das?

Bei Sach- und Kaskoversicherungen mit spürbarer Prämiendifferenz zwischen den Selbstbehaltsstufen. Grundsatz: kleine tragbare Risiken selbst tragen, nur die grossen existenzbedrohenden versichern.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer

Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmässig aktualisiert. Quellen: BSV, AHV, BFS, ESTV, BAG.

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