Was spart ein Zimmer untervermieten?
Die Untervermietung eines Zimmers bringt in Schweizer Städten CHF 500–900 pro Monat, also CHF 6'000–10'000 pro Jahr — legal mit Zustimmung der Verwaltung (die sie nur aus triftigen Gründen verweigern darf) und zu marktkonformen, nicht überrissenen Konditionen.
💰 Zusatzeinnahme: CHF 6'000–10'000/Jahr
Aufwand: mittel — Mitbewohner ist ein LebensentscheidDie Rechnung
| Position | CHF |
|---|---|
| Untermiete Zimmer (Stadt, möbliert) | 750/Monat |
| Anteilige Nebenkosten/Strom gedeckt | inklusive kalkuliert |
| Einnahme pro Jahr | 9'000 |
| Effekt auf deine Wohnkostenquote | von 35 % auf ~22 % |
So funktioniert es sauber
Rechtlich ist die Untervermietung mieterfreundlich geregelt: Du brauchst die Zustimmung der Verwaltung, sie darf sie aber nur verweigern, wenn du die Konditionen nicht offenlegst, der Untermietzins missbräuchlich überhöht ist oder wesentliche Nachteile für den Vermieter entstehen. Ablauf: Schriftliche Anfrage mit Name des Untermieters, Zimmergrösse und Untermietzins — der sich an deiner anteiligen Miete orientiert, mit fairem Zuschlag für Möblierung und Mitbenutzung (Faustregel: anteilige Miete plus 20–30 %, nicht das Doppelte). Eigener schriftlicher Untermietvertrag mit Kündigungsfristen, Meldung ans Einwohneramt durch den Untermieter, Einnahmen in die Steuererklärung (anteilige Kosten abziehen).
Der ehrliche Haken
Das ist kein reiner Finanzentscheid: Ein Mitbewohner verändert den Alltag — Küche, Bad, Ruhe, Gäste. Wer 15 Jahre allein gewohnt hat, sollte mit einer befristeten Lösung testen (Studierende fürs Semester, Wochenaufenthalter Montag–Freitag: das beliebteste Schweizer Modell mit Wochenende für dich allein). Zwei Rechtsfallen: Erstens haftest du gegenüber der Verwaltung voll für den Untermieter — wähle sorgfältig, verlange Referenzen. Zweitens Airbnb-Kurzvermietung: rechtlich anders gelagert, oft durch Verwaltung/Gemeinde eingeschränkt — das braucht explizite Abklärung, sonst riskierst du deinen eigenen Mietvertrag für ein paar hundert Franken.
Einnahme-Szenario durchrechnen
BudgetHub zeigt, was CHF 750 Untermiete für Sparquote und Ziele bedeuten — Einnahmen-Hebel sichtbar gemacht.
BudgetHub kostenlos starten →Häufige Fragen
Wie viel darf ich verlangen?
Marktkonform: anteilige Miete plus angemessener Zuschlag für Möblierung/Leistungen. Massiv überhöhte Untermietzinsen sind anfechtbar und der häufigste legitime Verweigerungsgrund der Verwaltung.
Was ist das Wochenaufenthalter-Modell?
Vermietung Montag–Freitag an Pendler mit Wochenend-Heimreise: volle Einnahme, halbe Präsenz. In Städten mit Pendlerströmen (Zürich, Basel, Bern) sehr gefragt und für viele der beste Kompromiss aus Geld und Privatsphäre.
Muss ich die Einnahmen wirklich versteuern?
Ja — Untermieteinnahmen sind steuerbares Einkommen; abziehbar sind die anteiligen Kosten (Miete des Zimmers, Nebenkosten). Netto bleibt trotzdem der Löwenanteil, und sauber deklariert schläft es sich besser.
Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmässig aktualisiert. Quellen: BSV, AHV, BFS, ESTV, BAG.