Solaranlage bauen oder Ökostrom beziehen?

Kurz entschieden

Ein Ökostromtarif kostet nur wenige Rappen Aufpreis pro Kilowattstunde und ist sofort umsetzbar — auch für Mietende. Eine eigene Solaranlage für CHF 15'000 bis 35'000 amortisiert sich über zehn bis zwanzig Jahre und setzt Wohneigentum voraus.

Kategorie: Energie·Zuletzt geprüft: ·Autor: Leutrim Miftaraj
Schweiz-spezifisch geprüft📅 Stand 2026🔍 Keine Werbung / keine Provision📖 Quellen: BSV, AHV, ESTV, BAG, BFS

Die beiden Optionen

Option A
Ökostromtarif
wenige Rappen Aufpreis pro kWh
Dafür
  • Sofort umsetzbar
  • Keine Investition
  • Auch für Mietende möglich
Dagegen
  • Laufender Aufpreis
  • Kein Eigenverbrauch
  • Keine Unabhängigkeit vom Strompreis
Option B
Eigene Solaranlage
CHF 15'000–35'000
Dafür
  • Tiefe Stromkosten nach Amortisation
  • Einmalvergütung und Förderung
  • Wertsteigerung der Liegenschaft
Dagegen
  • Hohe Investition
  • Nur für Eigentümer
  • Amortisation über viele Jahre

Der Kipppunkt

Ohne Wohneigentum ist der Ökostromtarif die einzige Option. Mit Eigentum entscheidet die Eigenverbrauchsquote: Je mehr Strom selbst genutzt wird, desto schneller amortisiert sich die Anlage.

Die wichtigsten Zahlen

wenige Rappen pro kWh
Ökostrom-Aufpreis
CHF 15'000–35'000
Anlage Einfamilienhaus
Bundesförderung möglich
Einmalvergütung
Eigenverbrauchsquote
Entscheidend

Der Eigenverbrauch macht die Rechnung

Selbst genutzter Solarstrom ersetzt teuren Netzstrom, eingespeister Strom wird deutlich tiefer vergütet. Deshalb ist die Amortisationszeit umso kürzer, je mehr Strom im Haus verbraucht wird. Wärmepumpe, Elektroauto und die Verlagerung von Waschmaschine und Geschirrspüler in die Mittagsstunden erhöhen diese Quote spürbar — sie sind der grösste Hebel, noch vor der Anlagengrösse.

Was für Mietende möglich ist

Ein Ökostromprodukt beim lokalen Versorger ist überall wählbar und kostet nur wenige Rappen mehr pro Kilowattstunde. Zusätzlich bieten manche Versorger Beteiligungen an Gemeinschaftsanlagen an, bei denen man Anteile erwirbt und Strom bezieht. Beides ist ohne Investition in die eigene Liegenschaft möglich und deshalb die realistische Option für den grössten Teil der Haushalte.

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Häufige Rückfragen

Wie hoch ist die Förderung?
Der Bund gewährt eine Einmalvergütung, dazu kommen teils kantonale und kommunale Beiträge. Die Höhe hängt von der Anlagengrösse ab und ändert sich — vor der Planung aktuell abklären.
Wie lange hält eine Anlage?
Module typischerweise mehrere Jahrzehnte mit langsam abnehmender Leistung, Wechselrichter deutlich kürzer und als Ersatzposten einzuplanen.
Braucht es eine Bewilligung?
Auf vielen Dächern genügt eine Meldung, in Schutzzonen und bei geschützten Bauten ist eine Bewilligung nötig. Die Gemeinde gibt Auskunft.

Grundlagen und Quellen

  • EnG und EnV — EinmalvergütungFörderung von Photovoltaikanlagen
  • BFE — SonnenenergieErtragsabschätzung und Eigenverbrauchsregelungen

Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer

Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmässig aktualisiert. Quellen: BSV, AHV, BFS, ESTV, BAG.

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