Gebührenfreies Konto oder Paket mit Leistungen?
Ein Bankpaket für CHF 60 bis 200 pro Jahr lohnt sich nur, wenn du die enthaltenen Leistungen — Karten, Depot, Bargeldbezüge — tatsächlich nutzt. Sonst ist ein gebührenfreies Konto plus gezielt gewählte Einzelprodukte günstiger.
Die beiden Optionen
- Keine Grundgebühr
- Für reinen Zahlungsverkehr ausreichend
- Einfache Struktur
- Karten teils kostenpflichtig
- Bezüge an Fremdautomaten kosten
- Kein Depot inbegriffen
- Karten und Depot inbegriffen
- Freie Bezüge
- Ein Preis für alles
- Kostet auch bei Nichtnutzung
- Enthält oft Ungenutztes
- Bindet an ein Institut
Der Kipppunkt
Rechne die Einzelpreise der Leistungen, die du tatsächlich nutzt, gegen den Paketpreis. Liegt die Summe darunter, ist das Paket eine Quersubvention von Leistungen, die du nicht brauchst.
Die wichtigsten Zahlen
Die Rechnung mit den Einzelpreisen
Liste auf, welche Leistungen du im letzten Jahr tatsächlich beansprucht hast: Debitkarte, Kreditkarte, Anzahl Bargeldbezüge an Fremdautomaten, Depotpositionen, Fremdwährungszahlungen. Preise diese einzeln und vergleiche die Summe mit dem Paketpreis. Bei vielen Haushalten liegt die Summe der genutzten Leistungen deutlich unter dem Paket — der Rest ist bezahlte Bereitschaft.
Die Vergünstigungen prüfen
Viele Banken führen die Kontoführung kostenlos für Jugendliche, Studierende bis zu einem bestimmten Alter, bei Lohneingang oder ab einem bestimmten Gesamtvermögen. Diese Bedingungen ändern sich und werden selten aktiv kommuniziert. Ein Anruf oder ein Blick ins aktuelle Preisverzeichnis klärt, ob dein Konto günstiger geführt werden könnte — bei vielen läuft ein alter, teurerer Tarif weiter.
Bankgebühren aufdecken
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- Was kostet ein Bezug an einem Fremdautomaten?
- Je nach Bank ein bis mehrere Franken pro Bezug. Bei häufiger Nutzung summiert sich das und ist ein echtes Argument für ein Paket oder eine Neobank.
- Lohnt sich ein zweites Konto?
- Für die Trennung von Fixkosten, Rückstellungen und frei Verfügbarem sehr — sofern es keine zusätzliche Gebühr kostet. Viele Banken bieten Unterkonten gratis an.
- Wie wechsle ich die Bank?
- Neues Konto eröffnen, Daueraufträge und Lastschriften übertragen, Zahlungsempfängern die neue Verbindung melden, dann das alte Konto saldieren. Zwei bis drei Monate Übergangszeit einplanen.
Grundlagen und Quellen
- Preisüberwacher — Bankgebühren — Vergleiche von Kontoführungs- und Kartengebühren
- BankG — Bankenaufsicht — Pflicht zur transparenten Bekanntgabe von Konditionen
Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen.
Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmässig aktualisiert. Quellen: BSV, AHV, BFS, ESTV, BAG.
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